Wanderfreunde auf dem Weg von Matorf über den Bonstapel nach Bad Senkelteich

Am Sonntag, den 2. Juli, machten sich die Wanderfreunde Bad Salzuflen mit 34 Teilnehmern auf den Weg von Matorf im Kalletal über den Forst Brake zum Taller Wichtel. Unterwegs bezauberten idyllische Blicke auf das Bergdorf Talle mit der Petruskirche. Zwischen wogenden, reifen Getreidefeldern mit Mohn- und Kornblumen und dem Duft von Kamilleblüten ging es weiter hinauf zum Wichtel, einem schönen Aussichtspunkt über das Lippische Ländchen. Durch die Aussichtsröhre waren bei diesigem Wetter das Hermannsdenkmal und die Porta Westfalica leider nicht zu sehen. Das Wort Talle leitet sich von dem keltisch-germanischen Wort „Tala“ ab und bedeutet Wasser. Talle machte alsbald seinem Namen alle Ehre und es fing an leicht zu regnen. Unverdrossen umrundeten die Wanderer die Ortschaft und freuten sich auf das nächste Etappenziel, den Bonstapel mit seinem mystischen Baumkreis. Zu diesem gibt es eine Sage, die die Wanderführerin Ilse Beckmann den Teilnehmern erzählte. Außerdem erklärte sie das keltische Baumhoroskop und knüpfte sich einige Wanderer vor, um deren Charakter näher zu beleuchten. Trotz Regen ging es für die Wanderer gut gelaunt über das schöne Naturschutzgebiet Linnenbeeke / Steingrund  weiter zum Ziel der Wanderung  nach Bad Senkelteich. Im Moorlandhotel wartete heißer Kaffee und köstliche Torten auf die Wanderer und alle Mühen waren vergessen. Die Teilnehmer dankten der Wanderführerin Ilse Beckmann für diese beeindruckende Tour.


Auf dem Dr.-Schmidt-Weg quer durch Bielefeld                                   11. Juni 2017

Die Wanderfreunde Bad Salzuflen e.V. machten sich mit 28 Wanderern auf den Weg nach Bielefeld. Der Bus brachte sie zum Startpunkt der Wanderung, zum Restaurant Habichtshöhe in Bielefeld-Gadderbaum. Über die Promenade wanderten sie direkt zur Burg Sparrenberg.  Ab und zu gab es herrliche  Ausblicke, einmal nach Bethel mit dem Kinder-Krankenhaus, andererseits auf die Stadt.

Nach einer kurzen Pause auf der Sparrenburg und einem kleinen Rundgang mit Blick auf den Johannisberg, dem nächsten Ziel, ging es weiter Richtung Stadt. Nahe der Neustädter Marienkirche wurde die Kreuzstraße überquert. Hier schlossen sich die Anlagen des alten Walles um die mittelalterliche Stadt an, eine wunderschöne grüne Oase mitten im Häusermeer.

Am Alters- und Pflegeheim Caroline-Oetker-Stift vorbei führte der Weg jetzt sehr steil auf den Johannisberg. Vorbei am Ehrenmal für die Zwangsarbeiter im Kriege führte der Weg wieder in die „unteren Ebenen“, zuerst zum Bürgerpark. Man glaubt kaum, dass dieser wunderschöne Park früher ein Ziegeleigelände war! Der Weg führte an der Rudolf-Oetker-Halle vorbei, und schon ging es in den nächsten Grünzug, an der Schüco-Arena entlang, dem Stadion des Sportclubs Arminia Bielefeld. Dieser und der folgende Grünzug waren übrigens das Werk des für unseren Weg namensgebenden Dr. Hans-Ulrich Schmidt. Er war Anfang des 20. Jahrhunderts Gartenbau-Direktor und hat dafür gesorgt, dass diese Erholungsgebiete mitten in der Stadt geschaffen wurden.

An den Meierteichen entlang ging es bald weiter durch den wunderschönen Grünzug, der dem Schlosshofbach folgte. Anschließend war der Johannisbach der Wegweiser, der Bach führte  direkt zum  Ziel, dem Seekrug am Obersee. Dort konnten sich die Wanderer bei Kaffee und Kuchen oder auch kühlen Getränken von der Wanderung erholen, die sie bei bestem Wetter durch eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft zurückgelegt hatten.  Sie dankten dem Wanderführer Rolf Berendes für die gute Organisation. Leider war es seine letzte geführte Wanderung, was alle Teilnehmer sehr bedauern.


Küchen- und Heilkräuter erforschen an der Heerser Mühle                8. Juni 2017

Im Zusammenhang mit dem Kneipp-Aktionsmonat wurde eine besondere Wanderung zum Umweltzentrum Heerser Mühle angeboten. Wichtiger Programmpunkt dieser Wanderung war die Erklärung der Bedeutung verschiedenster Kräuter.

Auf dem Wege zur Mühle ging es zuerst zum Bahnhof, dann durch die Begawiesen und weiter durch die Grünanlage an der Werre.  An der Mühle wartete Rolf Dieringer, ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Botanik und der volkstümlichen Heilkunde, um einige der Geheimnisse von Heil- und Küchenkräutern zu enthüllen.

Besonders der Apothekergarten ist wirklich ein Prachtstück! Neben mehr oder weniger bekannten Küchenkräutern wachsen dort auch Giftpflanzen, wie zum Beispiel Maiglöckchen und Fingerhut. Die Wanderer erfuhren, dass die Pflanzengifte bei maßvoller Verwendung gleichzeitig eine heilende Wirkung auf den menschlichen Körper haben können. Manchmal war es erstaunlich, dass unscheinbare „Unkräuter“  auch in der Küche und sogar in der Medizin verwendet werden können.

Im Umweltzentrum Heerser Mühle gibt es so viel zu entdecken, dass man eigentlich viel mehr Zeit benötigt hätte. Aber es lockte ja auch das Kaffeetrinken im gemütlichen Restaurant, bei dem inzwischen stabilisierten Wetter natürlich im urigen Gastgarten, mitten zwischen Wild- und Gartenkräutern.

So hatten die Teilnehmer einen herrlichen Nachmittag verbracht, wo sie auch allerhand über die  heimische Pflanzenwelt lernen konnten. Zum Schluss gab es noch ein herzliches Dankeschön an Herrn Dieringer für die ausführliche Führung durch die Heerser Mühle. Außerdem ging der Dank an die Wanderführerin Dietlind Löhnert und Frau von Langenn vom Kneippverein für die Organisation dieser Kräuterwanderung.


Die übrigen Berichte der Jahre 2017, 2016, 2015 und 2014 finden Sie in den entsprechenden Rubriken