Augustwanderung – Rund um Oerlinghausen

Am Sonntag, den 1. August 2021 trafen sich die Wanderfreunde Bad Salzuflen zu einer Sonntagswanderung in der Bergstadt Oerlinghausen. Der Wanderführer Horst Neuhaus hatte eine Rundwanderung mit einer Länge von 14 km ausgearbeitet. 29 Wanderer machten sich zunächst durch die schöne Stadt Oerlinghausen auf den Weg. Horst Neuhaus konnte viele interessante Informationen rund um die Stadt geben. Durch diese immer wieder kleinen Unterbrechungen, war der Tönsberg mühelos erklommen. Oben angekommen, war die Fernsicht durch den morgendlichen Dunst leider etwas getrübt. Weiter ging es auf dem Philosophenweg und einem Teilstück des Hermannsweges. Die gestapelten Baumstämme boten eine gute Sitzgelegenheit für eine Frühstückspause. Hier konnte man natürlich auch leider die Auswirkungen durch die Borkenkäferplage und die damit verbundenen Baumschäden betrachten. Bei bestem Wanderwetter führte der Weg am Naturfreundehaus und weiter am Archäologischen Freilichtmuseum vorbei. Wieder ließ man sich auf Baumstämmen zur Mittagspause nieder. Über den Menkhauser Berg ging es durchs Schopketal vorbei am Gut Menkhausen, einem imposanten Anwesen. Nachdem die Fußgängerbrücke über die Tunnelstraße überquert wurde, war man dem Ziel schon sehr nahe. Zum Abschluss der Wanderung gab es im Café Kriemelmann Kaffee und Kuchen. Die Wanderer verabschiedeten Horst Neuhaus und seine Frau Margrit mit einem herzlichen Dank für diesen schönen Wandertag.


Auf den Spuren von Karl Bachler

Abwechslungsreiche Wanderung über den Vierenberg auf dem Karl-Bachler-Weg

Am Sonntag (4. Juli) erkundeten die Wanderfreunde Bad Salzuflen die ca. 13 km lange Westschleife des neu konzipierten Karl-Bachler-Wegs. Die neue Wegführung des insgesamt ca. 16 km langen Wanderwegs orientiert sich an den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes zur Erlangung des Siegels „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ und garantiert eine unvergessliche, abwechslungsreiche Wanderung. Der Weg startet in der Nähe des Kurparkeingangs, führt entlang der malerischen Kulisse der mit historischen Villen bebauten Parkstraße und im Landschaftsgarten vorbei am Kurparksee. Hinter dem VitaSol führt der Karl-Bachler-Weg über die Ostschleife hinauf zum Golfplatz. Die Wandergruppe nahm die Abkürzung entlang der ehemaligen Kleinbahntrasse durch die Salzeauen und traf hier wieder auf die Wegführung des Karl-Bachler-Wegs. Nach kurzer Strecke passiert der Karl-Bachler-Weg einen wichtigen Teil Salzufler Stadtgeschichte, den Stumpfen Turm (für dessen Erhalt Karl Bachler sich vehement eingesetzt hat) und die noch heute sichtbare Landwehranlage. Es geht den Heuweg hinauf, eine willkommene Unterbrechung des langen, stetigen Anstiegs bildet die kurze Besichtigung des „Fuchstanz“ Steins rechts vom Weg. Oben angekommen warten, am „Hühnerwiem“ Stein, eine Rastmöglichkeit und ein grandioser Ausblick auf die Gemeinde Wüsten. (Beide Steine wurden auf Betreiben Karl Bachler‘s aufgestellt). Nach einem weiteren Anstieg ist der Gipfel des Vierenbergs (255m ü. NHN) erreicht. Auch ohne den 18m hohen Bismarckturm zu besteigen, schweift der Blick weit über die lippische Hügellandschaft bis zur Porta Westfalica und zum Hermannsdenkmal. Ab hier führt der Karl-Bachler-Weg nur noch bergab und zwei Einkehrmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Auf halbem Abstieg über den Asenberg passiert der Weg den 1976 von Weggefährten Karl Bachlers aufgestellten Karl-Bachler-Gedenkstein. Eine Schutzhütte bietet hier auch bei nassem Wetter eine gute Rastmöglichkeit. Nach einem weitläufigen Ausblick auf das im Tal liegende Bad Salzuflen, führt der Karl-Bachler-Weg auf schmalem Pfad entlang des Waldrandes durch Schrebergärten und über baumbestandene Nebenstraßen zurück zum Ausgangspunkt.

Information zu Karl Bachler

Karl Bachler wurde 1886 in Lage geboren und verstarb im Alter von 90 Jahren in Bad Salzuflen. Im Jahr 1906 trat Karl Bachler dem Verschönerungsverein Salzuflen bei, dessen Vorsitzender er von 1925 bis zu seinem Tod war. Innerhalb des Heimat- und Verschönerungsvereins gründete Karl Bachler 1934 eine Wandergruppe, aus der später die „Wanderfreunde Bad Salzuflen“ entstanden. Karl Bachler war aktives Mitglied des Teutoburger Wald Verein, auf sein Betreiben wurde 1927 der Verkehrsverband Ostwestfalen Lippe gegründet. Als Hauptwegewart der Verkehrsverbände Teutoburger Wald und Weserbergland sorgte er für die Ausarbeitung von Wanderwegen in Lippe und deren Markierung mit dem noch heute bestehenden System „X“ für Fernwanderwege, „Raute“ für Bezirkswanderwege und „Ziffer“ für örtliche Rundwanderwege.

Karl Bachler war 54 Jahre lang Mitarbeiter der Firma Hoffmanns Stärke, wofür er 1951 das Bundesverdienstkreuz erhielt. Er gehörte mehr als 30 Jahre dem Kirchenvorstand der ev. ref. Kirchengemeinde und über 20 Jahre dem Rat der Stadt Bad Salzuflen an. (Quelle: „Mein Vater war ein Wandersmann“ von Gerhard Bachler).