Wanderung vom Herforder Bahnhof nach Bad Salzuflen

Am Sonntag, den 5. September 2021 unternahmen die Wanderfreunde Bad Salzuflen e.V. wieder eine Wanderung in der nächsten Umgebung. Mit dem Zug fuhren 21 Teilnehmer nach Herford. Dort begann die Wanderung unter der Leitung von Margrit Neuhaus. Bald war das Widukind-Denkmal erreicht und weiter ging es durch schöne städtische Parkanlagen. Immer wieder genossen die Wanderer den Blick auf die Werre, was bei dem schönen Spätsommerwetter allen sehr gut gefiel. Am Uhlenbach ging es sachte bergauf Richtung Klinikum. Wieder hatte die Wanderführerin schöne schattige Wege benutzt, um den Anstieg angenehm zu gestalten. Nun konnte man eine sehr gute Fernsicht in allen Richtungen genießen. Margrit Neuhaus hatte noch eine kleine Überraschung parat. Sie hatte es möglich gemacht, dass ein großer privater Garten mit wunderschönem Baumbestand und verschiedenen Blumen etc. besucht werden konnte. Danach führte sie die Wandergruppe durch schöne Waldwege zum Herforder Bismarckturm. Dort wurde eine Mittagspause eingelegt. Es gab auch die Gelegenheit, den Bismarckturm zu besteigen, was so mancher ausnutzte und begeistert von der tollen Fernsicht zurückkam. Nun war die letzte Etappe zu absolvieren. Der Rückweg nach Bad Salzuflen war nicht mehr weit. Im Salinencafé hatte Margrit Neuhaus Kaffee und Kuchen bestellt. Die Teilnehmer dankten ihr für die sehr schöne Wanderung und gingen dann zufrieden nach Hause.


Jahreshauptversammlung 2021

Die diesjährige Jahreshauptversammlung fand zum ersten Mal erst im August statt. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Die 1. Vorsitzende, Dietlind Löhnert, konnte insgesamt 54 Vereinsmitglieder begrüßen. Die Tagesordnungspunkte waren fristgerecht den Mitgliedern des Vereins zugesandt worden. Ein weiterer Tagesordnungspunkt wurde auf Wunsch der Radler hinzugefügt. Dietlind Löhnert gab einen Bericht zum Wanderjahr 2020 ab. Das Wanderjahr war geprägt durch die Corona-Pandemie. Viele der vorgesehenen Wanderungen und Veranstaltungen konnten nicht stattfinden. Dietlind Löhnert dankte allen Vereinsmitgliedern, dass sie trotzdem dem Verein treu geblieben sind und sich den Gegebenheiten angepasst haben. Dieser Dank gilt natürlich auch insbesondere den Wanderführenden, die sich sehr spontan sich auf Änderungen einstellen mussten.

Danke auch an Annette Stocksieker, die immer wieder die Änderungen und Ankündigungen im Internet aktualisierte. Bei Klaus Gläser, der auch im Jahr 2020 wieder einige Fotos gemacht hatte, bedankte sich Dietlind Löhnert ebenfalls.

Ein Dankeschön ging auch an Hartmut Speckmann, der bisher immer die Jahresberichte in Wort und Bild zur Verfügung stellte. Da er leider nicht mehr an allen Wanderungen teilnehmen kann, hat sich der Vorstand entschlossen, dies in Zukunft anders zu organisieren.

Besonders machte sie noch einmal auf die Arbeit Elke Peter aufmerksam, die als Wegewartin in 2020 viel mit der Demarkierung und Neumarkierung der Wanderwege z.B. des Karl-Bachler-Weg“ beschäftigt war. Auch ihr galt der Dank. Ziel dieser durch den Deutschen Wanderverband und Lippe Tourismus und Marketing GmbH veranlassten Aktion ist die Erlangung der Qualitätswanderregion Lippe.

Dietlind Löhnert erwähnte, dass Heinz Schalk aufgrund seines Alters die Pflegearbeiten an den Steinen z.B. Karl-Bachler-Stein, Hühnerwiem etc. nicht mehr vornehmen möchte. Er bat Dietlind Löhnert darum, diese Aufgaben an jemand anderen zu übergeben. Sie konnte Jürgen Rosin dazu gewinnen. Er wird sich in Zukunft um die Pflege der Steine kümmern.

Dietlind Löhnert erklärte die aktuelle Situation des Jahres 2021. Die Mittwochswanderungen können derzeit wieder in gewohnter Weise stattfinden. Bei den Sonntagswanderungen ist z. Zt. nur eine Vorausplanung von 3 Monaten möglich. Zu ungewiss ist es, ob nicht wieder zu Einschränkungen kommen wird. Es wird ferner vereinbart, dass im Moment eher Rundwege angeboten werden. Dies hat den Vorteil, dass die Anfahrt in Fahrgemeinschaften mit eigenem PKW erfolgen kann. Ein Problem ist es auch z. Zt. einen geeigneten Bus zu bekommen. Der Vorstand wird sich um Preise und Ausführungsmöglichkeiten kümmern.

Sonderveranstaltungen sind derzeit nicht geplant. Information zu einer evtl. Jahresabschlussfeier werden zu gegebener Zeit erteilt.

Auf Wunsch der Montagsradler wird die Abfahrtszeit von 17.30 Uhr auf 15.30 Uhr geändert. Dies wurde von den Vereinsmitgliedern akzeptiert.

Die Kassenwartin Inge Ghelleri legte den geprüften Kassenbericht (durch Margrit Neuhaus und Ingrid Gläser) vor. Es gab keine Beanstandungen. Heinz Schalk beantragte die Entlastung des gesamten Vorstandes sowie der Kassenprüfenden, diese wurde einstimmig erteilt.

Zum Schluss der Versammlung teilte Dietlind Löhnert mit, dass ein Brief der Hauptgeschäftsstelle Eifelverein eingegangen ist. Man bittet um eine Spende für die von der Flutkatastrophe betroffenen Wandervereine zum Wiederaufbau und Beseitigung der entstandenen Schäden. Dietlind Löhnert erklärte, dass der von den Teilnehmern erreichte Betrag von der Vereinskasse aufgerundet wird.

(Die Vereinsmitglieder spendeten 260 Euro. Aus der Vereinskasse wird der Betrag auf 400  Euro erhöht, der an den Eifelverein überwiesen wird). Herzlichen Dank an alle.

Die Versammlung wurde mit Kaffee und Kuchen abgerundet. Die anwesenden Vereinsmitglieder unterhielten sich angeregt und hoffen darauf, das Wanderjahr 2021 gesund abzuschließen.


Augustwanderung – Rund um Oerlinghausen

Am Sonntag, den 1. August 2021 trafen sich die Wanderfreunde Bad Salzuflen zu einer Sonntagswanderung in der Bergstadt Oerlinghausen. Der Wanderführer Horst Neuhaus hatte eine Rundwanderung mit einer Länge von 14 km ausgearbeitet. 29 Wanderer machten sich zunächst durch die schöne Stadt Oerlinghausen auf den Weg. Horst Neuhaus konnte viele interessante Informationen rund um die Stadt geben. Durch diese immer wieder kleinen Unterbrechungen, war der Tönsberg mühelos erklommen. Oben angekommen, war die Fernsicht durch den morgendlichen Dunst leider etwas getrübt. Weiter ging es auf dem Philosophenweg und einem Teilstück des Hermannsweges. Die gestapelten Baumstämme boten eine gute Sitzgelegenheit für eine Frühstückspause. Hier konnte man natürlich auch leider die Auswirkungen durch die Borkenkäferplage und die damit verbundenen Baumschäden betrachten. Bei bestem Wanderwetter führte der Weg am Naturfreundehaus und weiter am Archäologischen Freilichtmuseum vorbei. Wieder ließ man sich auf Baumstämmen zur Mittagspause nieder. Über den Menkhauser Berg ging es durchs Schopketal vorbei am Gut Menkhausen, einem imposanten Anwesen. Nachdem die Fußgängerbrücke über die Tunnelstraße überquert wurde, war man dem Ziel schon sehr nahe. Zum Abschluss der Wanderung gab es im Café Kriemelmann Kaffee und Kuchen. Die Wanderer verabschiedeten Horst Neuhaus und seine Frau Margrit mit einem herzlichen Dank für diesen schönen Wandertag.


Auf den Spuren von Karl Bachler

Abwechslungsreiche Wanderung über den Vierenberg auf dem Karl-Bachler-Weg

Am Sonntag (4. Juli) erkundeten die Wanderfreunde Bad Salzuflen die ca. 13 km lange Westschleife des neu konzipierten Karl-Bachler-Wegs. Die neue Wegführung des insgesamt ca. 16 km langen Wanderwegs orientiert sich an den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes zur Erlangung des Siegels „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ und garantiert eine unvergessliche, abwechslungsreiche Wanderung. Der Weg startet in der Nähe des Kurparkeingangs, führt entlang der malerischen Kulisse der mit historischen Villen bebauten Parkstraße und im Landschaftsgarten vorbei am Kurparksee. Hinter dem VitaSol führt der Karl-Bachler-Weg über die Ostschleife hinauf zum Golfplatz. Die Wandergruppe nahm die Abkürzung entlang der ehemaligen Kleinbahntrasse durch die Salzeauen und traf hier wieder auf die Wegführung des Karl-Bachler-Wegs. Nach kurzer Strecke passiert der Karl-Bachler-Weg einen wichtigen Teil Salzufler Stadtgeschichte, den Stumpfen Turm (für dessen Erhalt Karl Bachler sich vehement eingesetzt hat) und die noch heute sichtbare Landwehranlage. Es geht den Heuweg hinauf, eine willkommene Unterbrechung des langen, stetigen Anstiegs bildet die kurze Besichtigung des „Fuchstanz“ Steins rechts vom Weg. Oben angekommen warten, am „Hühnerwiem“ Stein, eine Rastmöglichkeit und ein grandioser Ausblick auf die Gemeinde Wüsten. (Beide Steine wurden auf Betreiben Karl Bachler‘s aufgestellt). Nach einem weiteren Anstieg ist der Gipfel des Vierenbergs (255m ü. NHN) erreicht. Auch ohne den 18m hohen Bismarckturm zu besteigen, schweift der Blick weit über die lippische Hügellandschaft bis zur Porta Westfalica und zum Hermannsdenkmal. Ab hier führt der Karl-Bachler-Weg nur noch bergab und zwei Einkehrmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Auf halbem Abstieg über den Asenberg passiert der Weg den 1976 von Weggefährten Karl Bachlers aufgestellten Karl-Bachler-Gedenkstein. Eine Schutzhütte bietet hier auch bei nassem Wetter eine gute Rastmöglichkeit. Nach einem weitläufigen Ausblick auf das im Tal liegende Bad Salzuflen, führt der Karl-Bachler-Weg auf schmalem Pfad entlang des Waldrandes durch Schrebergärten und über baumbestandene Nebenstraßen zurück zum Ausgangspunkt.

Information zu Karl Bachler

Karl Bachler wurde 1886 in Lage geboren und verstarb im Alter von 90 Jahren in Bad Salzuflen. Im Jahr 1906 trat Karl Bachler dem Verschönerungsverein Salzuflen bei, dessen Vorsitzender er von 1925 bis zu seinem Tod war. Innerhalb des Heimat- und Verschönerungsvereins gründete Karl Bachler 1934 eine Wandergruppe, aus der später die „Wanderfreunde Bad Salzuflen“ entstanden. Karl Bachler war aktives Mitglied des Teutoburger Wald Verein, auf sein Betreiben wurde 1927 der Verkehrsverband Ostwestfalen Lippe gegründet. Als Hauptwegewart der Verkehrsverbände Teutoburger Wald und Weserbergland sorgte er für die Ausarbeitung von Wanderwegen in Lippe und deren Markierung mit dem noch heute bestehenden System „X“ für Fernwanderwege, „Raute“ für Bezirkswanderwege und „Ziffer“ für örtliche Rundwanderwege.

Karl Bachler war 54 Jahre lang Mitarbeiter der Firma Hoffmanns Stärke, wofür er 1951 das Bundesverdienstkreuz erhielt. Er gehörte mehr als 30 Jahre dem Kirchenvorstand der ev. ref. Kirchengemeinde und über 20 Jahre dem Rat der Stadt Bad Salzuflen an. (Quelle: „Mein Vater war ein Wandersmann“ von Gerhard Bachler).